Brain magnetic resonance spectroscopy in Tourette's disorder
veröffentlicht im Journal: Am
Acad Child Adolesc Psychiatry. Dec. 2005
Unsere deutsche Übersetzung für Sie:
NMR-Spektroskopie des Gehirns beim Tourette-Syndrom
Obwohl man davon ausgeht, dass Anomalien
in den neuronalen Schaltkreisen, die Cortex, Striatum und
Thalamus beinhalten, Ursache für das Tourette-Syndrom
sind, sind die genauen Anomalien bislang unbekannt. In der
vorliegenden Studie sollte daher die zelluläre Neurochemie
innerhalb dieser Bereiche mittels Protonen- NMR -Spektroskopie
bei Tourette-Patienten analysiert werden. Die NMR -Spektroskopie
wurde in 25 Jungen mit Tourette-Syndrom (Alter 10,9 +/-
2,0 Jahre) und in 32 männlichen Vergleichspersonen
(Alter 11,5 +/- 2,7 Jahre) durchgeführt. Spektren vom
frontalen Cortex, vom Nucleus caudatus, dem Putamen und
Thalamus wurden analysiert und der Gehalt an N-Acetylaspartat,
Kreatin, Cholin, Myo-Inositol, Glutamat und Glutamin wurden
quantitativ bestimmt und zwischen den beiden Gruppen verglichen.
Es zeigte sich, dass Patienten mit Tourette
eine Reduktion bezüglich des Gehaltes an N-Acetylaspartat
und Cholin im linken Putamen aufwiesen, sowie reduzierte
Gehalte an Kreatin beidseitig im Putamen. Im frontalen Cortex
zeigten die Tourette Syndrom-Patienten verminderte gehakte
N-Acetyl-aspartat beidseitig, an Kreatin rechtsseitig und
an Myo-Inositol linksseitig. Die Ergebnisse lassen auf eine
beeinträchtigte neuronale Integrität bei Tourette
Syndrom -Patienten schließen sowie auf Defizite bezüglich
der Dichte neuronaler Zellen und nicht-neuronaler Zellen
in den oben genannten Gehirnarealen.